Posen-Tuning für die Brassenangelei im Kanal und Fluss

 

Beim Hegefischen kommt es oftmals darauf an, größere Fische und Brassen zu selektieren. Doch wie funktioniert das?

Ich verwende z.B. größere Köder-Kombinationen am Haken. z.B. mehrere Caster und Wurm oder ein Madenbündel
mit rotem Mystic. Brassen lieben das. Doch die größere Exemplare bevorzugen eine passive, eher statische
Köderpräsentation am Gewässergrund. Dabei treibt entweder der Köder der Pose vor - verzögertes Angeln - oder man
lässt den Köder nachschleifen, wobei die Tragkraft der Antenne dann den Köder über den Grund zerrt. Die Ködertrifft
ist so am natürlichsten und auch etwas verzögert, weil man meist die ganze Vorfachlänge und ein Schrotblei auflegt.


Eine Glasfieber- oder Plastikantenne schaffte es nicht, einen recht schweren Köder samt Bissanzeigeblei über den
Gewässergrund zu schleppen. Hier ist etwas Bastelarbeit und Tuning angesagt.
posen-tuning

Ich möchte euch heute mal eine Bastel-Anleitung vorstellen, wie ich meine Posen für die Angelei in schnell fließenden
Gewässer aufpeppe, damit die Antenne eine höhere Tragkraft bekommt, besser sichtbar ist und auch lichtdurchlässig
bleibt. Die Hohlantennen dürfen kein Wasser ziehen und die eingeschlossene Luft darf nicht entweichen.
Dies mache ich mit einer Art "Silikondichtung". Die Silikondichtung stellt auch sicher, dass weder bei Kälte oder Hitze
sich Risse bilden und die Luft nicht aus der Antenne entweicht.

Was braucht man dazu?

  •   Hohlantennen 2.5mm
  •   kräftige Schere
  •   Silikonschlauchreste von der Vario-Bleien oder Hohlgummi
  •   Sekundenkleber
      Tubertini-Pose FTM1 mit Stahlkiel o. ä. Rundpose

  • Schnipp-Schnapp - zuerst war die Antenne ab. Etwa 1cm oberhalb des Posenkörpers im 45 Grad-Winkel abschneiden
    und anschließend das längere Ende der Glasfieberspitze von der anderen Seite im 45 Gradwinkel anschneiden.
    So entsteht eine sperrartige Spitze. Mit der Schere nun die Farbreste runterkratzen. Ich hab den Bereich mal schwarz
    angemalt, damit es sich besser fotografieren lässt.
    Posen Tuning

 

Dann die Glasfiberspitze etwas anfeuchten und den Silikonschlauch drüberstecken. Der Schlauch muss 1-2mm länger
sein, als der Glasfiberstummel. Als Silikonschlauch nehme ich die Schläuche, die an den Vario-Feststellbleien von
FTMAX dran sind. Diese haben sich am besten bewährt.
posen tuning ftm1
Die Hohlantenne wird halbiert. Ich verwende nur den geschlossenen oben Teil. Zwischen Antenne uns Silikongummi
kommt ein kleiner Tropfen Sekunderkleber. Der Sekunderkleber wirkt dabei kurzzeitig als Gleitmittel und lässt
die 2,5mm Hohlantenne perfekt drüber rutschen.
ftm1 pose
Gut zu sehen: Die rote Hohl-Antenne sitzt perfekt am Posenkörper. Dahinter liegt noch die Original-Pose
Tubertini FTM1 zum Vergleich "vorher-nacher"
ftm1 pose
Fertig montiert auf einem 2,6cm breitem Wickelbrettchen von Rive.
Für die Angelei in sehr tiefem und schnellfließedem Wasser, wie z.B. Silokanal in Brandenburg, braucht man etwas
dickere Hohlantennen.
Die Hohlantennen haben gerade am Silo-Kanal ein entscheidenen Vorteil. Die Sonne geht frontal zur Angelstrecke auf
und es ist nahezu unmöglich, im Wellenglitzern der Sonne überhaupt was zu sehen. Die dickere Antenne und der
schwarze Bereich an der Antenne bieten einen höheren Kontrast bei Wasserspiegelungen.
ftm1 pose
Die Abbildung zeigt die schweren Posen "Colmic Bubble" mit Schnurinnenführung und 3-4mm Hohlantennen .
Es geht jedoch auch mit der FTM1-Pose.
Der Trick mit dem Silikongummi vom Varioblei funktioniert hier nicht. Der Gummi ist zu dünn. Ich habe hier Reste eines
Hohlgummis von Daiwa verwendet. Diese Silikongummis haben eine größere Wandstärke.
ftm1 tubertini pose
Bei Posen von 3-8 Gramm haben sich 2,5mm Hohl-Antennen von Browning bewährt.
Diese liesen sich splitterfrei schneiden und leuchten bei Sonnenlicht richtig gut

 

 

Viel Spaß beim nachbauen wünscht Euch Maik Fiebig

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