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Feeder Angeln am Teltow-Kanal in Berlin



Schön zu sehen, wie die Feederrute sich semiparabolisch und harmonisch aufläd. Anfüttern auf einer Distanz von
gefühlten 35-40m. Jörg sucht sich einen markanten Punkt am gegenüberliegenden Ufer 12 Wurf. 12x Treffer ins
Schwarze, würde man beim Casting sagen.
Dank Schnurklipp ist es auch recht einfach. Gefühlvoll bremst er den Wurf ab. Der böige Seitenwind erzeugt nur
geringe Streuungen beim Werfen, da Jörg auf einen Speedfeeder-Korb (Preston Bullet-Feederkorb) setzte.

Zum Anfüttern verwendete er jedoch einen etwas größeren Korb, um genug "Material" ins Wasser zu bekommen.
Schön zu sehen sind die gelben Partikel und die geschnittenen Würmer, die die Brassen aktivieren sollen.
Mal sehen, ob die Taktik aufgeht oder er mitten im C-Sektor eins auf die Mütze bekommt. Bis zum letzten Wochen-
ende war das Wasser noch sehr kalt und Brassen waren eher nur Beifang.

Die Schnurvorspannung passt. Jörg verwendet die 1oz Spitze, die zum Lieferumfang der Rute gehörte. Ich selbst hätte
eher eine 0.75oz Spitze gefischt...doch ich lies Jörg entscheiden.

Treibgut in der Schnur führt zu Phantom-Bissen. Also aufpassen und vorsichtig die treibenden Schilfreste abschütteln.

Endlich gibts was zum keschern. Der Wechsel auf ein langes 70cm Vorfach hat sich gelohnt. Die Brassen wollen es ruhig
haben. Jörg wechselte nach einigen Fehlbissen zu einem größerem VMC Matchhaken (von 16 nach 14). Jetzt sitzt der
Haken zuverlässiger.

So kanns jetzt weiter gehen. Ein schöner 800 Gramm Brassen wurde sicher gelandet. Deutlicher Laichausschlag auf
dem Kopf ist zu sehen. Die Brassen sind spät dran. Kein Wunder bei diesem verkorksten Frühlingstart.

Nun ist es an der Zeit, den Brassen mehr Köder anzubieten. Einige Caster und geschnittene Würmer wurden
dem Futter beigemengt. Die Brassen sollten am Platz gehalten werden. Dazu muss man denen auch was anbieten!

Erinnert ihr euch noch? Brassen würden Eicake kaufen... und so erhöhten wir nach und nach den Nährwert des Futters.
Die gelben Partikel sind vorgeweichtes Ei-Cake. Ich selbst habe das schon öfter mal bei warmen Wasser ausprobiert.
An diesem Apriltag war das Wasser eigentlich noch zu kalt für derartige Kalorienbomben. Doch es ging ja um nix.
Es war eine Benefiz-Veranstaltung mit der Lizenz zum zocken auf Brassen.
Als Basisfutter verwendete Jörg  das „Brassen Active Mix“ von Matthias Weigang.
Wie der Name es bereits verrät ist diese Futtersorte besonders aktiv ausgerichtet, um möglichst schnell Fische an
den Futterplatz zu locken. Dennoch können auch große Mengen an Lebendködern auf Grund gebracht werden,
indem die Mischung etwas feuchter gefischt wird. Die Basismischung der Serie wurde pur gefischt und mit schwarzer
Futterfarbe noch abgedunkelt. So erhält man dieses schöne mittelkörnige Futter mit schneller Öffnungszeit.
Das Futter hatten wir am Abend zuvor schon angefeuchtet, damit möglichst wenig aktive Partikel aufsteigen. Wir
wollten ja nicht auf kleine Rotaugen angeln, sondern "klotzen" und Brassen auf den Rücken legen.


Pinkies wurden geklebt, um die Brassen länger zu beschäftigen. Ein Pinsel-Dipp von Zammataro (Garlic) wurde hin und
wieder mal auf den Köder gepinselt. Die Bisse kamen nun aggressiver und grinsend landet Jörg Brassen um Brassen.
Jetzt ist der Knoten geplatzt.

Ein schöner Angeltag für einen guten Zweck geht zu Ende. Insgesamt wurden Spenden im Wert von 2.500EUR für die
Arche in Berlin gesammelt.

 

Foto und Text: Maik Fiebig

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