getestet und auch erfolgreiche Teamangler mit zur Rate gezogen, wie man den Lehm vorteilhaft und optimal anwendet.
  • Der Lehm dient hier dazu das Futter extrem zu beschweren und zu verhindern, das die starke Strömung den Futterballen
    zu schnell auflöst. 20-60% Anteil am Futter haben sich bewährt, wobei bei der Anfangsfütterung oftmals ein höherer
    Lehmanteil verwendet wird, damit das Futter und die eingebunden Köder (Caster, Würmer, tote Maden) länger liegen
    bleiben und sich erst später auflösen.

    An dieser Stelle noch ein wichtigen Hinweis zur Reihefolge beim Futtermischen:
    ERST das Futter zubereiten und in die Konsistenz bringen, wie man es haben möchte, dann erst den zuvor gesiebten
    Lehm unter das Futter unterheben und vermischen.

    angelerde
    Das Sieben das Lehms ist sehr anstrengend. Sie sollten sich Zeit dafür nehmen und auch einen Handschuh verwenden, damit Sie sich die Finger nicht am Sieb oder an Steinsplittern aufreisen. Deer ist zwar herstellerseitig vorgesiebt, jedoch oftmals zu grob und unter dem hohen Eigengewicht verklumpt der Lehm wieder. Angelfreunde haben den Lehm, den wir verwenden, mal als "Warta-Krawum-Erde" bezeichnet, weil er alles förmlcih an den Gewässergund annagelt.. Wir fanden die Bezeichnung so originell und zutreffend, dass wir diesen Namen für den Lehm verwendet haben.

    Brauner, schwerer Lehm:
    Bei Fließgeschwindigkeiten, wo man zwischen 6-12 Gramm Rundposen angeln würde, nimmt man lieber braunen Lehm mit einem höherem Sandanteil. Zu groß ist das Risiko mit reinem Lehm, dass das Futter gar nicht mehr aufgeht, wenn man es übertreibt. Der Anteil am Futter sollte 10-40% betragen. Auch hier ist wieder die Reihenfolge wichtig. Erst den Lehm Sieben (4mm Sieb) und dann erst dem Futter untermischen!

    So sieht der Lehm ungsiebt aus. Die Klümpchenbildung lässt sich nicht vermeiden. Daher bitte den Lehm durch ein Sieb drücken.
    Tipp: Hin und wieder kennt man die Situation am Gewässerabschnitt nicht und kann die Fließgeschwindkeit schlecht abschätzen. Ich nehme daher immer 2kg gesiebte Erde separat mit und entscheide erst am Wasser, ob ich diese zusätzlich verwende. Die Erde wird ja nicht schlecht und kann wieder verwendet werden.

    River-Cup - Schwere Erde ohne Lehm
    Wenn man vor dem Problem steht, dass das Wasser sehr tief ist, das Futter nicht abtreiben darf und sich auch verzögert öffnen soll, dann ist das River-Cup meine erste Wahl. Ein Klassiker ist unserer Region ist der Silo-Kanal und der Sacrow Paretzer Kanal. Beide Kanäle sind in Brandenburg und ein sehr beliebtes Angelgewässer für das gezielte Beangeln großer Rotaugen und Brassen. Die Erde hat eine interessante Besonderheit: Sobald man die Feuchtigkeit der Erde geringfügig erhöht, verstärkt sich auch die Bindekraft der Erde. Diese Erde hat ebenfalls eine sehr hohe Eigendichte, einige kleine Steine im Gepäck und nagelt das Futter sicher an den Gewässergrund. Diese Erde wird ab Werk gemischt, aber nicht gut genug vorgesiebt. Auch hier ist ein Sieben unerlässlich.

    Ich habe mal etwas Erde auf's Sieb geschüttelt und gerüttelt. Das hier oben bleibt übrig und muss noch durchgedrückt werden.

    Fertig gesiebt sieht man dann  die kleinen Steinchen und leider einige Holzsplitter, was hier wirklich nicht reingehört und hoffentlich nur bei der ersten Charge dabei war. natur: Ein Klassiker für kiesigen Untergrund oder das Angeln mit Mückenlarven in Ufernähe auf neugierige Barsche. Ich selbst verwende es wenig bis gar nicht. Barsche stehen bei mir selten im Focus braun: Ein Ganzjahrsklassiker. Die braune Erde passt ideal zu braunem Angelfutter und wird auch gern beim Angeln mit Mückenlarven verwendet, weil die Erde schnell zum Grund sinkt und dort die Mücken rasch freigibt. So kommt man an den Ukelei vorbei, die sich gern in Futterwolken stürzen. schwarz: Mein Favorit im Winter auf Rotaugen. Generell ist schwarze Erde bei klarem und kaltem Wasser ein MUSS.
    Canal-Cup - Schwere Erde  für Wettbewerbe in Kanälen


    Diese Fertigmischung richtet sich an alle Hegeangler, die vorzugsweise an Kanälen und langsam fließende Gewässer angeln. Diese perfekte Mischung kann viele Lebendköder aufnehmen und eignet sich damit bestens für das Beangeln von Brassen, Güstern und Rotaugen. Die Erde verzögert die Auflösezeit des Futters und reduziert den Nährwert des Futters.
    Auch hier habe ich mal den Tüteninhalt auf's Sieb geschüttet und nur gerüttelt OHNE die kleinen Klumpen zu zerdrücken.

    Diese Angel-Erde wird werkseitig nach einer Rezeptur gemischt, wie man es vom Futtermischen her kennt. Durch den Zusatz von Wasser entstehen kleine Nester. Diese sollen so nicht 1:1 ins Futter gelangen. Daher wieder sieben. Ohne Schweiß keinen Preis. Die Erde hat einen leichten Grauton und dunkelt ihr Futter noch etwas ab.

    Fertig gesiebt hat man dann eine homogene Struktur und kann diese Erde dann mit dem zuvor angefeuchten Angelfutter vermischen. Kanalerde zum angeln haben wir auch in brauner Farbe im Programm. Braune Kanalerde verwende ich gern in langsam fließenden Kanälen, wo man im Schnittt mit 2-5 Gramm Posen angelt und das Wasser recht klar ist. Unsere braune Erde hat einige Torfanteile drin, die das Futter vorteilhaft abdunkeln.

    Terre de Somme - die wohl bekannteste Erde für langsam fließende Gewässer

    Diese feuchte, wenig bindende Erde wird an langsam fließenden Kanäle eingesetzt. Sensas hat z.B.mit ihrer 'Terre de Somme' Erde einen Klassiker geschaffen, der je nach Anwendung zum Strecken und Beschweren des Futters eingesetzt wird. Eine geringe Wolkenbildung am Gewässergrund macht hungrige Fische neugierig. Der Anteil am Futter kann 10-40% betragen.
    4 Farben werden hier angeboten:
    terre-de-somme-erde
    natur: Beim gezielten Beangeln auf Barsch mit Mückenlarven in Ufernähe spielt die naturfarbene erde seine Stärken aus. Auch zum simplen Beschweren des Futters kann man die sandfarbene helle Erde verwenden.
    braun: Ganzjährig geeignet. Passt perfekt zu braunem Futter bzw dunkelt helles Futter vorteilhaft ab. Braun und schwarz sind die häufigst verwendeten Erden.
    schwarz: Sehr vorteilhaft bei klarem und latem Wasser sowie perfekt für das Angeln auf Rotaugen in der kalten Jahreszeit. Im Winter kann der Erd-anteil durchaus bis zu 60% betragen. Mit Angelerde reduzieren Sie ebenfalls den Nährwert des Futters und machen damit die Fische nicht so schnell satt.
    rot: Super Erde für trübes Wasser, sowie für das Angeln im Frühjahr und Herbst. Wir haben hier in Brandenburg etliche Gewässer, wo sich die Brassen lieber auf einen roten Teppich aufhalten. Warum das so ist erscheint unlogisch. Fakt ist jedoch, das rote Erde so ziemlich die letzte effektive Trumpfkarte ist, wenn das beißen nach lässt. Rote Erde reichern wir auch gern mal mit etwas Lockstoff an. Die Fische finden dann die Wolke, riechen was, finden aber nichts zu fressen. Dieser Trick funktioniert erstaunlich oft. So sieht die braune gesiebte Terre de Somme von Eco-Fishing aus:

    Die schwarze ungesiebte Terre de Somme:

    Interessant ist jedoch die Wolkenbildung. Da mir keine keine Unterwasserkamera zur Verfügung steht,
    habe ich mal eine "Luftaufnahme"  zur Veranschaulichung geschossen:

    Schön zu sehen, dass die Erde sich rasch auflöst und das Futter freigibt. Die dabei entstehende Wolkenbildung bleibt am Gewässergrund und lockt nur die Bodennähe lebenden Fische an. Ukelei werden weitest gehend fern gehalten, da die Wolke nicht aufsteigt und erst am Gewässergrund entsteht.

  • Ton-Erde - auch Lehm feucht Argile genannt:

    Lehm Argile hat nur eine mittlere Bindekraft und ist eine sehr feine Erde. Sie wird nur bei langsam fließenden Kanälen und Flüssen eingesetzt, wo man sonst mit Posengewichten um 2-5 Gramm angelt.
    Auch hier gibt wieder 4 Farben mit dem dem gleichen Einsatzweck, wie bei der Terre de Somme-Erde

    Ich persönlich finde, dass die Terre de Somme Erde mit etwas "Klej", (wie die Polenischen Angler sagen) angereicht wird, man ein ähliches Bindeverhalten wie mit der Argile-Erde erreicht.
    Statt Klej (mineralisches Bindemittel) kann man auch eine handvoll Bentonite oder Liant a Coller (Sensas) der Terre de Somme untermischen. Dabei wid die Erde ebenfalls eingefärbt und man muss sich nicht mit so einer großen, teils unnötigen, Vielfalt an Erden bevorraten.
  • Etang-Erde. Angelerde für den See
  • leichte Mückenerde auf Torf-Basis


    Leichte, gesiebte, fast schwarze Mückenerde auf Torfbasis, gemischt mit 20% Flusserde. Die Erde bindet gut und passt
    sich gut dem Untergrund dunkel Gewässer an. Ideal für schwierige Angelsituationen, wenn die Fische vorsichtig beißen.
    Die Erde lößt sich am Gewässergrund allmählich auf und gibt die Mückenlarven frei.
    Auch für die Futterschleuder eignet sich diese Erde, wenn nicht zuviele Mücken eingebunden werden.

    Wem die Mückenerde zu kostspielig ist kann diese auch nachbauen. Sie benötigen dazu Maulwurfserde aus Torf/Sumpfgebieten.
  • Diese Erde mussen sie aussieben und pro 2kg etwa 100-200 Gramm an Bentonite untermischen und erneut wieder sieben.
  • Bentonit oder auch Liant a Coller benötigen etwas Zeit, damit eine Bindung aufgebaut wird. Das erneute Sieben vermischt
    den mineralischen Binder viel gleichmäßiger. Die Zugabe von etwa 300 Gramm Terre de Somme ist vorteilhaft.
  • Tipp: Die Torfbasierende Erde ist auch ein wunderbares Färbemittel für ihr Futter!. Es färbt das Futter auf natürlicher Basis
    ein und man erhält eine natürliche Futterfarbe, die neutral zum Gewässeruntergrund ist.



    Ungwöhnliche, seltene und Spezial-Erden - die ebenfalls relevant und oftmal 'kriegsentscheidend' sind:

    Oberflächenerden:
  • Sehr feine rote Erde, mit der man eine intensive Wolkenbildung erzeugen kann. Speziell für die Angelei im Mittelwasser auf Ukelei und andere Kleinfische eine tolle Sache. In Kombination mit Terre de Somme (leichte Flusserde) lässte sich auch eine schöne Futterwolke am Gewässeruntergrund zaubern. Gerade in langsam fließenden Kanälen stellen sich gern größere Fische in diese Wolke und suchen nach Nahrung.

    Sensas Litou ist ein gelber Wolkenlehm zum Zumengen an Futter oder Lehm. Es sorgt für eine starke
    Wolkenbildung und damit für einen zusätzlichen Reiz für gut fressende Fische.
    15-25% Anteil am Futter sind üblich. Litou wird oft als "Zweitfutter" benutzt. Auch zum Angeln auf kleine Fische an der Wasseroberfläche oder Mittelwasser macht sich Litou echt bezahlt.




    Angelerde mit extrem hoher Dichte - pulverförmig

    Extrem schwere, dunkle und sehr feine Erde für die Angelei in tiefen und schnell fliesenden
    Flüssen und Kanälen mit geringer Bindung.
    Diese Erde nagelt das Futter an den Gewässergrund und öffnet das Futter schnell.
    Diese Erde wird gern verwendet, wenn ein hoher Fütterrhythmus erforderlich ist.
    Ideal zum Beispiel für den tiefen Silo-Kanal oder ähnliche Schifffahrtskanäle.

     

    Bindemittel für Erden zur Erhöhung der Klebkraft:

    Trockener Binderlehm als Futterbinder für strömende Gewässer. Für Elbe, Oder, Rhein empfehlen wir bis zu 0,5kg pro 3 Kg Trockenfutter.
    Bitte nur ins feuchte Futter einmischen. Man erhält sonst eine Mampe, die man nicht mehr verarbeiten kann
    sensas-greylehm

    BENTONIT ist ein professionelles Mineral zum Binden von Futter und Erde - ideal für die Angelei in schnell fließenden Flüssen.
    Wenn Sie in Strömungsgewässern, wie die Oder, Elbe, Rhein oder Donau angeln und ihr Futter sicher
    an den Gewässergrund "genagelt" werden soll, dann ist diese polnisches Bentonit unsere erste Wahl.

    Im Gegensatz zu Liant a Collor (Graylehm von Sensas) hat dieser Futterbinder nicht diesen Nebengeruch von Zement
    und verhält sich damit neutral zum Angelfutter. Auch beim Trennen und anschließenden Kleben von Mückenlarven, spielt dieses Mineral seine Stärken aus.


     

    Eine Übersicht zu den Preisen und welche Erde wir liefern können, finden sie hier

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