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Sensas Neuheiten 2018 + Testbericht zu den Kopfruten

In der Sensas-Zentrale durfte ich diesen Herbst die neuesten Modelle für 2018 schon mal in die Hand
nehmen, testen, bewerten und auch nachwiegen. Von Berlin-Schönefeld gings mit dem Flieger nach Orlean
(Frankreich).

Im Handgepäck hatte ich diesmal vom Laser-Entfernungsmesser bis zum Messschieber alles mit.
Selbst Ersatzbatterien waren im Gepäck. Seit ich regelmäßig auf Werksmessen auftauchen, verschwinden
immer plötzlich die Waagen, Messbänder oder die Batterien der Waage sind leer. Sehr komische Zufälle.
Es letzets Jahr in Birningham (Preston England), war weder die Waage auffindbar, geschweige das Messband.
So musste auch ich dazu lernen, nicht überall willkommen zu sein, wenn ich Produkte bewerte und kontrolliere.
Laserpointer und Messschieber sind fürs Handgepäck möglicherweise als Gefahrengut eingestuft. Je nachdem
wie genau kontrolliert wird laufe auch ich Gefahr, hier rausgefiltert zu werden.
Im Fokus meiner Neugier stand dabei das neue Parallel-Konzept der Serie 4 und was es an bezahlbaren Kopfruten im Preissegment bis 800EUR gibt. Marco Beck und Jean Desque standen mir bei meinen Fragen hilfreich zu Seite. Ebenso interessierten mich die Neuheiten an neuen Kescherstäben, Bolo's, Teleruten und Feederruten. Im unübersichtlichen Rutenwald galt es daher die "Rosinen" zu finden, die für den deutschen Markt am Besten passen und das Familenbuget nicht sprengen. Gesucht habe ich speziell nach 3 Produktgruppen:

* High-End Modelle für Teamangler, um denen ein Kaufenentscheidung abzunehmen, wenn sie nicht zur Stippermesse kommen können.
* Low-Budget Ruten bis 300EUR für Einsteiger, die man später Dank der Kompatibiltät zur Serie 4 und 5 weiter verwenden kann
* bezahlbare Ruten zum Tunken und Barbenfischen 10 bis 11m - sprich einen Prügel für meinen Angelfreund Franz Weigel, der gerne im Rhein auf Barben tunkt, schwere Lutscherposen fischt, keine Rücksicht auf auf das Carbonmaterial nehmen muss und Kopfruten gern an deren maximaler Belastungsgrenze fischt.

Sensas hat als Vollausstatter für die Stipperszene auch einige neue Posen mit Schnurinnenführung im Programm und auch exzellente Wetterbekleidung, die selbt mir passt. Mehr dazu jedoch später mit Bilddetails, die man nicht im Katalog 2018 findet.

Der erste Wermutstropfen vorab. Wer noch seinen 2017-Sensas-Katalog in gedruckter Form hat, kann sich diesen gleich einlaminieren.
Die Stipperfibel für Endkunden wird es ab 2018 NICHT mehr in GEDRUCKTER Form geben. Sensas geht jetzt ins Online-Marketing.
ich persönlich begrüße als Online-Händler diese Entscheidung nicht. Browning/Zebco hatte vor 3-4 Jahren ebenfalls angefangen, die Kataloge nur noch auf DVD rauszu bringen oder Online zu stellen. Vieler meiner Kunden ist das jedoch zu kompliziert und zu zeitraubend.
Schaut euch am Wasser selbst um. Die Bordeaufarbe an Kopfruten und Anglern vermischt zu nehmend mit noch mehr grün und gelb.

Als wir mit dem Messen den neuen Rutenlängen beginnen wollen, war das auf den Boden aufgedruckte Messband wie wegradiert.
Komisch, letztes Jahr hatte man noch deutliche Markierungsmarken im "Showrooom" am Boden angebracht, um schnell und effizient die Rutenlängen vergleichen zu können. Zum Glück hatte ich dieses Jahr den Laserpointer mit... als ob es es geahnt hätte.

Doch nun zu Kopfrutenneuheiten 2018 - des Stippers liebstes Kind. Lineare Verlängerungen ab Teil 8 gibt's ja schon länger von Herstellern aus Italien. Sensas hat jedoch einen anderen Ansatz zur Problemlösung für eine noch bessere Rutenbalance, Steifheit und geringere Windanfälligkeit. Der Lösungsansatz hat jedoch einen anderen Ursprung. Entwickler der Kopfruten wurde gefragt, was könnte man am Vorjahresmodell und dem Aushängeschild von Sensas (Modell 95XL und 95XL-S) noch verbessern? Die Carbonklasse zu erhöhen geht nicht mehr. Hier wurde schon das technisch beste Material bereits verwendet. Untersucht wurde nich konstruktive Details, wie man die Balance der Rute und damit die Steifheit noch weiter verbessern kann, ohne dabei das Konzept der Kompatibilität der Serie 5 aufzugeben.

Ich befragte dazu den Chef Entwickler von Sensas Christophe Noualhier, was hier im Detail verbessert worden ist, da die Änderungen auf dem ersten Blick nicht zu erkennen sind. Stolz erzählte er mir von den Analysen und Untersuchungen, welche Rutenteile elementar dazu beitragen, die Balance und Steifheit zu verbessern.

Das neue Parallelkonzept greift hier viel tiefer und fachkundiger in die Trickkiste. Es wurde das Teil 7 und 8 um etwa 8-10cm verkürzt. Dadurch wird die Pole steifer. Das leuchtet auch mir ein. Damit jedoch wieder die echten 13m erreicht werden, musste das Handteil von 199cm auf 205cm verlängert werden.

Um die Windlast zu reduzieren ging man nun noch einen weiteren Schritt. Das Handteil wurde etwas dünner.
es ist oben 45.8mm und unten 47.5mm (bei Serie 5). Bei der neuen Parallel-Serie 4 sind es 46.1mm am unteren Ende. Ich gebe das extra so genau an, weil der Standard für die Ermittelung des Handteildurchmessers nicht standardisiert ist. Meiner Empfehlung, den Handteildurchmesser 1m vom Rutenende zu ermitteln - und zwar genau dort, wo auch der Aufhängepunkt der Rutenbalance liegt , folgte bisher  kein Hersteller. Jeder versucht dem Angler hier technische Details vorzulegen, die einen höheren Kaufreiz auslösen. Dabei werden die Grenzen der Toleranzen ganz bewusst fehlinterpretiert. Während uns Anglern nach C.I.P.S. bei der 13m Rutenlänge eine Toleranz von maximal 3cm vorgegeben werden, machen die Hersteller selbst bei Abweichungen von 70cm und mehr gern mal die Augen zu und reden sich um Kopf und Kragen, dass andere das ja auch so machen. (Volkswagen und andere Hersteller hatten beim CO2-Thema ja auch die Augen geschlossen. Auch hier wurden unlautere Anreize zum Kauf geschaffen).

Die positiven Erfahrungen bei der Entwicklung der parallelen Serie 5 wurde nun in die Serie 4 verpflanzt. Es gibt nun eine 94XL und eine 94XL SW. Als Eselsbrücke für SW merkt man sich sich "strong and wind".

Der Sensas Chefentwickler Christophe Noualhier wies mich in diesem Zusammenhang schon ein Jahr zuvor eindringlich darauf hin, dass solange jeder Hersteller seine eigene Waage und Meßmethode hat, man hier keine Ruhe und Markttransparenz finden wird. Ein weiteres Problem ist auch die Ermittelung der Abweichung zur Ideallinie. Eine Rutenteil wird aus einer Carbonmatte gewickelt und hat damit produktionsbedingt in Längsrichtung eine Position, wo eine Lage mehr Carbon zur Dicke der Rutenwand beiträgt.
Diese Naht ist jedoch entscheidend und man sollte die Pole IMMER entlang dieser Naht ausrichten, um die perfekte Steifheit und Rutenbalance zu erzielen. Sensas hat an diesen Stellen Aufkleber dran, die man immer schön in eine Richtung ausrichten sollte. Wenn man nun die Steifheit - sprich Abweichung zur Ideallinie ermittelt - hat man den Effekt, dass wenn die Carbonnaht nach oben dreht die Rute sehr viel steifer ist. Die Rute um 180 gedreht zeigt dann ein ganz anderes Bild. Abweichungen von 2-5cm wären hier normal.

Achtet man nicht auf dieses Detail, dann könnte man in Testberichten von Fachzeitschriften jeden Test dahingehend manipulieren. Christophe ist auch für Transparenz, jedoch müssten wir dann auch die Wettbewerbsruten unter seinen Bedingungen testen und vergleichen. Unsere Messmethode die Abweichung von der Ideallinie zu ermitteln sei daher NUR innerhalb der Sensas-Serie anwendbar. Im Sensas Katalog findet man dazu auch ein Rating zur Steifheit von 2.5/5 bis 5/5. Doch niemand weiß, wer es ermittelt hat und ob es messbare Grundlagen/Nachweise dazu gibt. Um die Angaben im Katalog zu untermauern und zu belegen, haben wir daher die Abweichung vom Aufhängepunkt - sprich 1m vom Handteilende, als Referenzwert genommen und die Pole immer so entlang der Carbonnaht ausgerichtet, so dass das technisch beste Ergebniss dabei heraus kam. Ich weiß, dass diese Methode wegen geringer Abweichungen vom Aufhängepunkt und Lagerung des 13m Handteiles nicht korrekt ist. Wir haben jedoch hier immer mit dem gleichen Fehler/Toleranz gemessen, so dass das Endergebniss letztendlich doch aussagekräftig für eine Bewertung ist.
Eine weitere Besonderheit haben wir im Test ebenfalls berücksichtigt. In Frankreich werden die Kopfruten regelmäßig ohne die kurze 60cm lange Spitze gefischt. Also gleich mit Teil 2. Der Gummi gleitet so einfach besser und die Rute wird noch steifer. Dass die Nanoflex Parallel XL Ruten dann nur 12.40m statt 13.05m lang sind, dürfe für die meisten Stillgewässer keine wirkliche Rolle spielen. Beim Angeln im Kanal wünschen sich jedoch die Wettbewerbsangler ein Pole auf maximal erlaubter Länge (13m +-3cm), um besser an den Fisch im tieferem Wasser heranzukommen. Hier gibt es nun 2 Varianten. Ein Mini-Plus 6/7 oder 4/5 Teil mit 50cm Länge oder eine Mini-Extension hinten an das 13m Handteil aufzustecken. Christophe empahl die Mini-Exension hinten anzustecken. Dies würde der Steifigkeit/Balance mehr zu gute kommen. Dies haben wir dann auch so getan und alle neuen Kopfruten ohne die feine 60 cm vermessen und das Balancegewicht mit und ohne Mini-Extension ermittelt. Sensas bundelt je nach Kopfrutenmodell und Konzept entweder eine 50 cm Extension (Gewicht 126 Gramm) oder eine 100 cm lange Mini-Extension (Gewicht 212 Gramm) dazu. Die kurze 50cm lange Extension ist die XL Ruten optimal. die 1m lange dagegen eher was für Ruten mit kürzerer Transportlänge (1.80m und weniger). Oben auf dem Bild ist gut zu sehen, dass wir die Abweichung zur Idealline ohne Rutenspitze - sprich mit Teil 2 - ermittelt haben. Der Aufhängepunkt zum ermitteln des Balancegewichtes befindet sich 109 cm über dem Boden.
Damit sich nicht Messfehler durch unterschiedliche Kits einschleichen, haben wir das neue 5-teilige Referenzkit "Competition S" (Artikel-Nr. 02867, 167 Gramm) für alle XL Modelle verwendet. Dieses Kit ist zwar im Vergleich zum bereits bekannten Competition-Kit (silberner Aufkleber) 2 Gramm schwerer, dafür jedoch steifer und belastbarer. Also optimiert für die Ruten mit dem "S" hinter der Artikelbezeichnung. Das neue Kürzel SW, welches bei den Top-Modellen mit dem 2017-er Sensas Katalog eingeführt steht für Strong and Windresistend. Zumindest sinngemäß. Es deutet darauf hin, das die SW-Modelle belastbarer und weniger windanfällig sind.
Alle anderen Modelle wurden mit dem Original-Kit vermessen.
Den Trend nur mit Teil 2 zu fischen führt Sensas mit den neuen konischen Kits ein.

Dabei handelt es sich um Teil 2 der Kopfrute. Diese Rutenteil ist zu allen Kits für Serie 3, 4 oder 5 kompatibel. Passt damit auf alle Ruten drauf, die Wettfischer im Einsatz haben. Die Idee hinter diesem Konzept ist einfach. Eine zu große Spitzenöffnung würde das Eindringen von Wasser in die Spitze erleichtern, daher wurde kurz vor dem Ende das Carbonteil im Durchmesser verjüngt - es läuft konisch zur Spitze zu und kann dort eine 3mm Düse aufnehmen. Auf dem obigen Bild ist das ganz rechts zu erkennen. Im gedruckten Katalog ist dieses Detail mangels Bild zum Einem nicht zu erkennen und zum Anderen würde dieses Detail bei der Vielzahl unterschiedlicher Kits und Neuheiten einfach übersehen werden. Daher möchte ich explizit auf diese Neuerung hinweisen, zumal Sensas dieses konischen Kits und Spitzen auch im Sparpack (Bundel mit 4 Stück) vergünstigt anbietet.

In folgender Tabelle verwenden wir Abkürzungen. NP steht für Nanoflex+Parallel,
N N steht nur für Nanoflex, Bei Länge steht das * für Rutenlänge OHNE Teil 1 (ohne Spitze, ohne Extension). ** Sonderfall Serie 6 mit SW. Die Miniextension ist hier 1m lang. Daher auch die Länge mitt 11.98m. Zum Rutentest habe ich nur Ruten selektiert, die für den deutschen Markt relevant sind und gehobenen Ansprüchen genügen. Die XL Ruten sind mit Spitze (Teil 1) ca 13.10m lang. Die 94XL Ruten müssten eigentlich wie die Vorjahresruten nur 12.40m lang sein. Gemessen wurde jedoch 12.44m per Laserpointer

Modellreihe 2018
Länge* Eigengewicht Balancegewicht ohne Miniextension Balancegewicht
mit 50cm langer Mini-Extension
Abweichung zur Ideal-Linie in unserem Messaufbau
NP 94XL 13m  12.44m*  850 Gramm 3530 Gramm    7,5cm
NP 94XLSW 13m  12.44m*  931 Gramm 3914 Gramm    10cm
NP 84XL 13m  12.44m*  856 Gramm 3555 Gramm    12cm
NP 674SW 13m  11.98m**  950 Gramm 3448 Gramm    12cm
NP 654SW 11m  9.95m*  760 Gramm 2445 Gramm    5cm
NP 654SW 11m  10.99m  970 Gramm   3390 Gramm  13cm
NP 644SW 13m 12.44m* 1102 Gramm 4108 Gramm    28cm
NP 644SW 11m 9.95m* 816 Gramm 2648 Gramm    9cm
Hobby und Freizeitruten         
Roach 205 9m 8.83m 748 Gramm 2048 Gramm   12cm
Roach 205 11m 10.53m 876 Gramm 2816 Gramm   19cm
X-Carp 205 11m 10.53m 897 Gramm 3628 Gramm   16cm
X-Carp 105 9m 8.83m 806 Gramm 2188 Gramm   15cm
Modellreihe 2017
zum Vergleich
       
 NP 95XL  12.40m*  914 Gramm  3628 Gramm  4240 Gramm  4cm
 NP 95XLSW  12.40m*  964 Gramm  4001 Gramm  4509 Gramm  11cm
 NP75XL  12.35m*  912 Gramm  3652 Gramm  4001 Gramm  9cm
 N 795SW  12.00m  892 Gramm  3348 Gramm    1cm
 N 775SW  11.95m  955 Gramm  3580 Gramm    5cm
 N 755SW  11.92m  956 Gramm  3625 Gramm    14cm
 N 845  12.31m  985 Gramm  3764 Gramm    10cm
 NP H_Carp XL  12.45m*    4210 Gramm    2cm
 Criterium 255  12.31m  957 Gramm  3720 Gramm    14cm

Nun muss man aber auch die Tabelle erklären, damit keine Fehlinterpretationen entstehen. Die 12m langen Modelle haben ein anderes Konzept. Diese sind entwickelt worden, um Junganglern und Frauen eine Rute in die Hand zu geben, die nach CIPS nur bis 11.50m Länge angeln dürfen.  Die genaue Länge von 11.50m ist gewünscht, ohne an den Spitzen rumsägen zu müssen. Sensas liefert daher bei diesen Modell eine Mini-Extension - sprich ein Handteil mit 100cm Länge (212 Gramm) mit, um genau auf 11.50m oder genau auf 13m zu kommen. Wir haben das kontrolliert. Das stimmt auf den cm genau.

Interessant fand ich die reale Auswirkung der Miniextension von 50cm (126 Gramm) auf das Balancegewicht. Während bei der neuen 75XL das Balancegewicht nur 350 Gramm zunahm, waren es schon beim Topmodell 95XL fast 500 Gramm. Wir haben die 95XL und die 75XL auf der gleichen Waage gewogen. Das die 75XL 2 Gramm leichter sein soll, liegt bestimmt noch am Prototyp-Status dieser Modellreihe. Auch das Balancegewicht ist nahezu identisch. Müssten sich demnach dann auch die Ruten sich gleich verhalten? Von den Meßparamatern hätte ich das jedenfalls erwartet. Ich wurde jedoch eines Besseren belehrt. 6cm Unterschied in der Abweichung der Ideal-Linie zur 95XL zeigen dann doch, dass die Meßlatte der 95XL extrem hoch liegt. Aber dafür fast 1000EUR mehr ausgeben? Ich rate dann doch eher zur zur Nanoflex Parallel 75XL zu greifen. Die ist selbst für Team-Anglern fast nicht erschwinglich...

Die neue Serie Parallel 94XL ist aufgrund des 1mm dünneren Carbondurchmessers von Teil 7 bis 9 dem Vorjahresmodell 95XL nicht wirklich überlegen, aber leichter vom Eigengewicht. Beide Modelle sind sich zu ähnlich im Anschlag und im Nachschwingverhalten. Mir persönlich gefällt jedoch die 95XLSW besser. Nicht wegen der technischen Daten, sondern weil diese vom Carbon her einfach druckfester im Vergleich zur 94XL oder 95XL ist und ich bei Seitenwind nicht überlegen muss, ob ich den Polecup rausschieben darf oder nicht. Die 95XLSW hatte ich übrigens in Schoden an der Saar bei der Kadersichtung unter wirklich widrigen Windbedingungen gefischt, ohne das was zu Bruch gegangen ist. Die Parallel 94XL kostet im Pack mit 4+1 Kits um die 5000EUR.

Für Einsteiger in den Bereich des Kopfruten-Angelns habe ich günstige und leichte Modelle bis 11m entdeckt, die keine 300 EUR kosten.
Neu sind die Sensas Serie Roach 205 und X-Carp 205.
Gut gefallen hat mit die Roach 205 in 11m. Dieses Modell hat ein Eigengewicht von nur 876 Gramm bei einer Abweichung zur Ideal-Linie von nur 19cm. Auch dessen Balancegewicht kann sich mit 2816 Gramm sehen lassen. Damit ist das Modell gut geeignet für Frauen und Jungangler, die sich mit dem Kopfrutenangeln mal beschäftigen möchten. Darüber hinaus hat man im Gegensatz zur Sensas King Serie auch einen Investitionsschutz. Teil 1 bis 6 sind Serie 4 kompatibel und ab Teil 7 Serie 5 kompatibel. Wer später dann mal auf ein Wettbewerbsmodell umsteigt, bringt dann den Ersatzteilspender gleich mit bzw, kann die Kits dieser Serie weiterfischen. Das 5-teilige Kit dieser Serie passt unter anderem auch auf die Browning 2exs Serie, auf die Preston M50, M70 und auch bei Maver auf die 399 bis 699 Serie. Damit ergeben sich viele Optionen. Die Roach 205 kann mit einem Gummizug bis 1.6mm gefischt werden. Damit lassen sich Plötzen, Brassen, Schleien und Satzkarpfen ohne Probleme befischen.
Die neue Sensas X-Carp 205 geht da einen Schritt weiter. In Carpodroms werden hin und wieder Großkarpfen gefangen. Die X-Carp kann Hohlgummis bis 3.5mm aufnehmen und hat die gleiche Kompatibilität, wie die Roach 205. Auch hier kann man im 11m Bereich ein Schnäppchen unter 300 EUR schießen.
Das Balancegewicht der 11m X-Carp 205 liegt bei 2889 Gramm. Das Eigengewicht beträgt nur 897 Gramm. Der Unterschied bzgl der Balance ist zur Roach 205 ist nur auf der Waage feststellbar. Unter Praxisbedingungen im Vergleich zur Roach 205 spürt man nur den weicheren Anschlag, jedoch nicht das Gewicht. ich vermute, dass dies der optimalen Steigung der Rutenteile aus Serie 5 "geschuldet" ist, dass die Balance für die X-Carp noch so gut ausfällt.


Wer für 2018 eine sehr straffe Rute zum Barbenangeln sucht, sollte sich unbedingt die die neue Nanoflex Parallel 654 Power Carp in 11m anschauen.
Das Modell wird im Laufe des Jahres 2018 einen Strassenpreis unter 650EUR erreichen. Sensas musste wegen eines Namensstreites den Namen HULK von den Ruten entfernen. Die neuen Serien heißen daher nur noch H_Power (edge-power gesprochen).


Bei diesem Projekt für eine 11m Tunk und Barben/Karpfenrute hatten wir folgende Anforderungen: Preis deutlich unter 700EUR, große Spitzenöffnung für 4mm Hohlgummis, knochenharter Anschlag, perfekte Balance und ich muss dieses Modell als anspruchsvoller Stipper selber fischen wollen. Die Waage des 11m Modells ohne Miniextension bleib bei 760 Gramm stehen. Das ist schon mal ne Ansage! Was aber noch viel besser ist, ist die Abweichung zur Ideallinie von nur 5 cm! Damit hätte ich in dieser günstigen Preisklasse nicht gerechnet. der Anschlag kommt extrem schnell und bei der fast 5mm dicken Spitze schwingt auch nichts nach. Das muss Franz Weigel mal testen. Sein Grinsen will ich sehen. Ohne Miniextension ist das Modell nachgemessen 9.95m lang und mit Mini-extension 10.99m. Weitere technische Daten stehen oben in der Tabelle. da beim privaten Angeln in harter Strömung die 13m Ruten eher eine untergeordnete Rolle spielen, haben wir bewusst ein Modell gesucht, dass seine Stärken im 10m-11m Bereich hat und bezahlbar bleibt.


Die Spitze bringt mit 4.4mm Innendurchmesser schon ideale Voraussetzungen mit. Etwas aufwendig war es jedoch die dafür benötigte PTFE-Hülse zu finden. Stonfo und Preston fertigen nur bis 3.5mm. Marco Beck half hier aus und suchte uns einen passenden 4.2mm PTFE Bush heraus. Ich war überrascht, das man dort sowas tatsächlich im Programm hatte.

Nun hat die Nanoflex Parallel 654 ein rundes Gesicht bekommen. Ich beginne zu Grinsen. Ja das wird was! Damit kann ich 3.5mm Holo's fischen und die Barben und Karpfen noch schneller keschern. Sensas hat dises Modell mit einem slotted Kit - einem Kit mit Seitenausgang für Hohlgummis ausgestattet. Als Serienausstattung wohlbemerkt!Ein Nachkauf exklusiver Slotted Kits ist damit nicht zwingend erforderlich.


Ich habe dann mal die 1m lange Miniextension aufgesteckt um die vollen 11m zu bekommen. Die Abweichung zur Ideallinie verändert sich vom 10m Modell zum 11m um 8cm. Das ist immer noch gut und mehr als nur akzeptabel. Der Anschlag ist immer noch extrem hart und schnell. Kein Wunder bei dieser dicken Spitze. Mein bevorzugte Distanz werden wohl die 10m werden. Ich liebe es, wenn nur der Gummi arbeitet.
Leider durfte ich das Modell nicht mitnehmen. Es ist noch das Muster. Die Serienmodelle werden zu Mitte Dezember 2017 erwartet.

Boloruten 2018 - 3 neue Serien kommen. Die Start-Up, die Mare und die Nanoflex Competition Corcheo

Bei alles 3 Bologneseruten hat Sensas den Modellen Carbon-Schieberinge auf Teil 1 und 2 spendiert. Das ist im low-buget Bereich nicht selbstverständlich.

Die Sensas "Start-Up" ist hier oben auf dem Bild zu sehen. Eine 6m oder 7m Marken-Bolo unter 70EUR ist schon ein Schnäppchen. Das Gewicht bei 6m Länge beträgt 332 Gramm und beim 7m Modell 442Gramm. Das Wurfgewicht schätze ich auf 15 Gramm. Das reicht für Einsteiger alle mal. Ausserdem hat das Modell gerade im Element 3 und 4 genug Kraftreserven, um auch große Fische zu bändigen. Die Rutenaktion ist daher semiparabolisch ausgelegt. ich habe das mal ausprobiert und kräftig einen Fischdrill simuliert. Das Material hält!.

Das nächst bessere Modell ist die Mare. Angeblich eine Meeresbolo, um an Steilküsten zu angeln und die Fische dort auszuheben. Der Name Mare stammt jedoch von einem exzellenten Bolognesefischer aus Frankreich, der dafür Pate gestanden hat. Mit diesem Modell kann man lange Zeit ermüdungsfrei fischen. Das 6m Modell wird im Laufe des Jahres 2018 einen Strassenpreis unter 100EUR erzielen können. Da müssen sich die Wettbewerber warm anziehen. Bei nur 265 Gramm auf 6m und 360 Gramm auf 7m ist dies schon ein bezahlbares Modell mit klassischer Spitzenaktion und reichlich reserven im Teil 3 und 4. Mehr Info's dazu finden man bei uns im Matchangler-Shop

Mein Favorit aus der neuen Kollektion ist jedoch die Nanoflex Competition Corcheo. Das weiße Finish des Blanks sieht edel aus und die Rute fühlt sich straff in der Aktion an. Jedoch nicht bretthart - damit würde man zuviel Fisch verlieren. Die Rute muss sich im Drill und beim Werfen gefühlvoll aufladen können. Das maximale Wurfgewicht würde ich auf 18 bis 20 Gramm. Es wird dazu im Katalog 2018 keine Angaben geben. Die Angler fragen jedoch immer wieder danach. Das 6m Modell wiegt nur 304 Gramm und kostet unter 200EUR, während das 7m mit 399 Gramm und einem Strassenpreis von 250EUR aus meiner Sicht etwas zu schwer für eine Competition Bolo ist. Hier haben die Italiener bessere Modelle in der gleichen Preisklasse. Siehe hier.

Dennoch halte ich das Modell für gut gelungen. Auch hier habe ich mal einen Fischdrill am 7m simuliert. Das Teil 3 und 4 arbeitet richtig gut mit und fängt Fluchten an der Grenze der Belastbarkeit immer noch gut ab. Nanoflex macht es möglich, die Grenzen der Belasbarkeit zu verschieben. Technologie hat nun mal seinen Preis.

Kescherstäbe - die Sensas Neuheiten 2018

Gut gefallen hat mir die Modellserie mit dem Quick Release System. Das gabs in 2012 schon mal. Die neue Serie H_Power Quick Release gibt es bis 5,80m Länge. Das ist schon mal beeindruckend. Die Kescherstäbe sind alle für die Kitlängen optimiert. So sind die Stäbe wahlweise 3.30m, 4.30 oder 5.80m lang.


Der Kescherkopf lässt sich oben über ein Griffstück abziehen und man kann den großen Fisch vorsichtig in den Setzkescher gleiten lassen.
Der kescherstock hat zudem auf einen Teilen eine zusätzliche Carbon Windung drauf. Das versteift den Stab zusätzlich und sieht zudem auch schick aus. Das englische Gewinde ist verklebt und genietet. Einfach vorbildlich.

Am Besten hat mir hier das 4.40m lange Modell gefallen. Es hat eine geringe Transportlänge von 1.15m bei nur 420 Gramm Eigengewicht.
Dieser Stab ist speziel für große und sehr große Fische ausgelegt. Ich empfehle da einen Kescherkopf mit wenigstens 60cm dazu zunehmen.
Diesen Kescherstab gibts ab 80EUR im Fachhandel.

Weitere Neuheitem im Bereich Kescherstäbe sind der Classic Croco, der Nanoflex Competition und der H_Power Specimen. Während meines Messebesuches war jedoch nur der Classic Croco auffindbar. Die anderen Stäbe sind entweder noch nicht da oder hatten gerade Wandertag.


Der Classic Croco Kescherstock mit 4.30m Länge ist ein guter Allrounder sowohl für das Freidfisch- als auch Karpfenangeln. Das Gewinde ist verklebt und genietet. Das Handteilende hat mit 36.3mm durchmesser ein recht handliches Maß und liegt gut in der Hand. Mit 391 Gramm Eigengewicht ist der Croco
Classic Kescherstab nahezu identisch dem Criterium Stab in gleicher Länge jedoch 20EUR günstiger. Wer gut recherchiert, kann hier schon Schnäppchen ab 60EUR schießen. 5.70m Stäbe braucht man zu selten und Fische ausheben tut man damit erst recht nicht. Wer lange leichte 5.70m Kescherstäbe sucht, der kommt an dem Nanoflex Competitionstab nicht vorbei.

Diese Neuheit ist vom Gewicht her ähnlich dem blauen Garbolino Netsy.
(Bei 4.30m sind das 290 Gramm und 5.70m nur 478 Gramm). Der Preis ist nur deutlich günstiger. Das 5,70m Modell wird um 180EUR gehandelt.

Vermisst habe ich im Bereich der Kescherstäbe lange 4.30m und 5.70m Versionen zum teleskopieren. Wer an Spundwänden oder an der Küste angelt, findet dieses Jahr nichts passendes im grünem Katalog. Schade eigentlich. Mit 18 verschiedenen Kescherstäben hat Sensas eigentlich ein ganz ordentliches Spektrum im Katalog.

Im Bereich Feederruten hat der grüne Riese gut aufgeholt. 6 neue Serien der Black Arrow Modellreihe kommen.

Die Black Arrow 200 wird das neue Einsteigermodell für's leichte Feedern von 40-60 Gramm.  Angenehm überrascht hat mich die gute Paketausstattung bei diesen Modellen. Jeder Rute liegen je nach Wurfgewicht 2 Carbon-Spitzen und eine Glasfiberspitze mit 2.2mm Durchmesser bei. Die Black Arrow kostet dabei keine 80EUR. Ich finde diesen Preis höchst attraktiv.

Das nächst beste Modell ist die Black Arrow 400. Ebenfalls mit 2.2mm Spitzen ausgestattet. Jedoch gibts da im Paket alle 3 Spitze in Carbonausführung!
Der Preisunterschied ist in jedem Falle gerechtfertigt. Die Spitze ist schön weich und harmisch in der semiparabolischen Aktion. Hier kann man auch mal dünnere Vorfächer fsichen, ohne die beim Annschlag gleich durchzuhauen. Die Black Arrow ist ein Light-Feederute mit Wurfgewichten bis maximal 50/60 Gramm für Distanzen um 45m. Der Strassenpreis könnte sich hier auch um die 120EUR einpendeln. Was mir erst auf dem 2-ten Blick aufgefallen ist, ist die Teilung der Rutenserie. Bis 3.30m sind die Black Arrow Ruten 2-teilig und ab 3.60m Läng dann 3-teilig. Lange Feederruten um 3.90m hätten Transportlängen von mehr als 1.72m. Für viele Angler stellt das ein Problem mit dem zu kurzen Futteral da. Daher findet man bei den größeren Längen mal ein 2-Teilung und auch mal eine 3-Teilung. Also genau aufpassen beim Kauf, was die Rutenlänge betrifft. Beim 3.30m der Black Arrow 400 findet man 2 Modelle. Eins mit 50 Gramm Wurfgewicht und eines mit 60 Gramm. Warum ausgerechnet das 60 Gramm in dieser Modellreihe in 11FT eine 2.5mm Spitze hat weiß der Kuckuck. Alle anderen Modelle dieser 400-er Serie haben 2.2mm Spitzen.

An Methodfeederuten kommen gleich 2 neue Modelle. Eine Light-Version Method Black Arrow 350 und eine sehr straffe Method Black Arrow 550. Um es kurz zu machen. Mit der Modellreihe "550" sind Wurfgewichte bis 160 Gramm möglich. Diese Serie wird von 3.30m bis 4.20m gefertigt und dient dem Extremangeln auf Distanzen von 70-90m. Dies ist beim Methodangeln eher untypisch. Eine Bezeichnung wie "Heavy Feeder" oder "Extrem Feeder" könnte den Anglern und Händlern helfen, schneller das richtige Produkt zu finden. Die Black Arrow 550 wird mir 3 Carbonspitzen im Pack geliefert. Die Spitzen sind mit der Wurfklasse abgestimmt und haben einheitlich 3.5mm Durchmesser. So hat z.B. das 3.90m und 4.20m Modell bei einem Wurfgewicht von bis zu 160 Gramm je eine Carbonspitze in 2, 3 und 4oz im Bundel enthalten. Der Strassenpreis bei diesem Modellen liegt bei ca 150EUR.

Was mir persönlich noch viel bessr gefallen hat ist die 2-teilige Light-Version Method Black Arrow 350 in 3.30m. Diese Modellreihe hat mein Herz erobert. Dünner gebürsteter Rutenblank. Elegant, filigran im Handling, irre leicht, schön weiche Spitzenaktion und ein Preisschnäppchen! Die Rute läd sich harmonisch und wunderbar auf. Wurfgewicht bis 80 Gramm sind möglich, wobei ich das übertrieben finde. Kein gesunder Angler hängt sich an eine 1.5oz Spitze einen so schweren Futterkorb. Das gesunde Maß sind hier Futterkörbe bis etwa 50 Gramm. Im Lieferumfang sind 2 Spitzen enthalten Eine 1oz als Glassfiberspitze und eine 1.5oz in Carbonausführung mit 2.5mm Durchmesser. Ich würde dieses Modell nicht nur zum Methodangeln nehmen. Für mich ist die Black Arrow 350 ein gutes Arbeitstier auch zum normalen Feedern in langsam fließenden Kanälen, wo man mit Wurfgewichten von 20-40 Gramm angeln würde. Da die 2.5mm Spitzen  (0.5oz bis 2oz) der Vorjahresserie Black Arrow 300 alle passen, kann man diese mit der Black Arrow 350 ebenfalls kombinieren oder über Internetshops für ca 12.90EUR nachkaufen. Wer das Vorjahresmodell Black Arrow 500 noch kennt oder sogar besitzt kann sich gern selbst ein Urteil machen. Die nur halb so teure Black Arrow 350 ist dieses Jahr so gut gelungen, das der so hohe Aufpreis zum Modell Black Arrow 500 aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt ist. Die 350-er Serie gibt es mit Längen von 3m bis 3.90m. Die kurzen 3m und 3.30m Versionen sind für kommerzielle Gewässer oder generell für Stillwasser am Besten geeignet. Wer auch hier gut recherchiert, findet im Netz Preise um 90EUR für dieses Modell. Der Fainess halber muss ich jedoch auch noch erwähnen, dass die Serie 500 nur 2.2mm Spitzen hat und ein sehr schicke Glanzlackierung auf dem Rutenblank besitzt. Die 500 sieht schon hochwertiger aus. Ich habe jedoch hier eine technische Bewertung bzgl der Rutenaktion und des Preis/Leistungsverhältnisses vorgenommen. Wer zuvor noch mit der ganz günstigen Black Arrow 200 geliebäugelt hatte, sollte lieber noch 20 EUR sparen. Es gibt da nun einen klaren Sieger für mich bei diesem günstigem Kurs: Sensas Black Arrow 350.

Stippern schenkt man am am Besten einen Blumenstrauß aus Posen mit Inline-Führung. Auch hier kommen etliche neue Modelle.

Neue Posennamen, wie Crucian, Roda, Carassio, Olot solte man sich schon mal auf die Wunschliste schreiben. Erste Prototypen durfte ich schon mal anpassen und fotografieren.

Hier im Vergleich: Links die Serie  mit Metallkiel und Glasfiberantenne, rechts die Serie mit lichtdurchlässiger Hohlantenne für schwere Köder.

Auf der linken Seite von links nach rechts: Modell Carassio, Carpin und Crucian, auf der rechten Bildseite die Posen-Modelle:River Carp, Lake Carp, Canal Carp. Für das technische Angeln mit verkürzter Schnur an der Kopfrute sind die obigen Modelle vorteilhaft, wenn man beim Angeln mit häufigem Bootsverkehr oder mit Wellenschlag zu rechnen hat. Der schwere Metallkiel stabilisiert hier die Posen besser an der unruhigen Wasseroberfläche.


Die gleiche Serie gibt es auch mit Carbonkiel anstatt eines Metallkiels. Um die Posen schneller unterscheiden zu können, haben diese einen schicken Aqua-blauen Lack bekommen. Durch die Verwendung des leichten Carbonkiels erhöht sich die Tragkraft der Posen bei gleichem Wasserverdrängungsvolumen. Diese Modellreihe gibts daher eine Größe schwerer. Während die grüne bauchige Crucian nur bis 3 Gramm gefertigt wird, gibts die aqua-blaue bauchige Roda sogar bis 4 Gramm. Aqua-Blau ist seit 2-3 Jahren eine Trendfarbe in der Anglerszene. Schön, dass Sensas da flexibel ist und für jeden Geschmack etwas dabei hat. Die links und rechts der blaunen Posen abgebildeten Serien ist ebenfalls neu. Links die Serie Classic mit Metallkiel und Plastikantenne, rechts weitere Inline-Modelle, schwarz lackiert mit Hohlantenne und Carbonkiel (Arrocampo, Vicario, Castrejone - von links nach rechts). der Markt an Posenformen und Varianten wird immer unübersichtlicher.

Gefallen haben mir auch 2 neue Bolo-Posenformen. Die blaue Version glaube ich bei bei Marco Beck schon mal gesehen zu haben. Die Bolo-Poset trägt den schlichten Namen "Fest" - für feststehende Montagen. Während die holzfarbene Version ein Slider/Laufpose für sehr tiefes Wasser ist (z.B. für die Saar oder Baggerseen). Beide Serien werden bis 20 Gramm gefertigt. Die Plastikantenne ist hohl und gut lichtdurchlässig. Beide Posenformen wird der Matchangler-Shop für die kommende Saison mit ins Programm aufnehmen. Die Posen sind ab 2.80EUR zu bekommen.


Ein "Kommen" und "Gehen" wechseln sich ab. Neue Modelle kommen, alte verschwinden heimlich aus dem Katalog. Schmerzhaft musste ich das bei den Lutscherposen erkennen. Die beliebte hellblaue Hradiste und die schwarze Whisla sind abgekündigt, dafür ist noch die neonrote Pawel noch im Programm, die in der Strömung flattert und mich ebenso wenig wie die Nautilus mit dem schrägen Posenkörper überzeugt hat.
Von den Sensas Lutscherposen, die was taugen, sind nur noch die weiße Edmond (bis 80 Gramm) und die schwarze Bogdan (bis 30 Gramm) übrig geblieben. Manche Entscheidungen kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Hoffentlich gibt es bald Ersatz dafür. Alle neuen Sensas Posen mit Inline-Führung können schon bei uns im Matchangler-Shop bestellt werden.

Für 2018 gibt natürlich noch mehr Posen und Waggler-Neuheiten von Sensas. Da es keinen gedruckten Katalog mehr für Endkunden geben wird, wird es für die ältere und konservative Anglergeneration immer schwieriger, sich über Neuheiten zu informieren. Es kann dann nur noch gekauft werden, was im Laden beim Händler steht. Dabei müsste Sensas stolz darauf sein, allein 70 Seiten seines Kataloges nur für Posen und Waggler zu widmen. Ob das ein Onlinemarketing kompensieren kann, wird man in 2-3 Jahren erst verstehen.
Ich sehe hier beängstigende Parallelen zu Browning. Dort hat man den gedruckten Endkunden-Katalog vor gefühlten 4 Jahren abgeschafft. So genau weiß ich das selbst nicht mehr. Von der bordeaufarbene Stipperszene, auf die man einst so stolz war, ist nicht viel übrig geblieben. Das Programm wurde immer weiter abgespeckt. Stipphaken gabs schon lange nicht mehr. Danach gabs für die Stipper keine Wettkampfposen mehr, anschließend sind Waggler dort auch ausgestorben. Damit wurde auch der Silikongummi für die Posen überflüssig, für die Stipper gibts zwar noch Hohlgummis und Gummizüge, jedoch auch keine Gleitmittel mehr dafür. PTFE Spray zur Pflege der Carbon-Steckübergänge verschwand vom Katalog und so zieht es sich weiter durch das Stipperprogramm. Der nächste Investor wird sich dann die Umsatzsparten anschauen und daraus seine Schlüsse ziehen. Ich will das hier nicht weiter aufblasen. Es sind jedoch nun mal Fakten aus 15 Jahren Berufserfahrung im Onlinehandel für modernes Friedfischangeln.

Im Bereich Wetterbekleidung ist mir der neue Brittany Anzug im edlen, schlichten Design positiv aufgefallen. Der Wiedererkennungseffekt der Marke Sensas ist hier gut gelungen, ohne dabei auf agressive grüne und überzogene Neonfarben zu setzen.

Hose und Jacke sind auch hier in getrennten Größen bestellbar. Die Jacke kostet 199EUR und die Hose dazu 179EUR.
Jörg Gellert, der hier als Fotomodell herhalten musste, trägt auf dem Foto eine Größe XL. Eigentlich würde ihm eine L reichen. Für recht große Angler ab 1.85m ist die Größe XL wegen der längeren Ärmel jedoch besser geeignet. Diesen Wetteranzug gibt es von Größe S bis 4XL.  Die atmungsaktive Gewebeversigelung ist im Innenfutter sehr sorgfältig verklebt worden.


Für anspruchsvolle Angler, eine super Wahl. Gerade dieses Jahr hatte es an den Wochenenden im Sommer extrem viel geregnet. Mit diesem Anzug bleibt wenigstens die Unterwäsche trocken und man kann den Tag entspannter beim Angeln geniesen. Das der Kniebereich und das Gesäß extra verstärkt ist, versteht sich in dieser Preisklasse von selbst. Die Klasse der Atmungsaktvität konnte ich bei dem Muster noch nicht in Erfahrung bringen. Es wird dann im Frühjahr 2018 im Katalog stehen.

Für frische Morgenstunden im Sommer gibts zwei neue Sweater in den Größen S bis 4XL. Eine Klassiker in grün-schwarz und eine neutrale Version in grau-schwarz. Beide Modelle gibts im Fachhandel ab Mitte November 2017.

 

 Die Größenangaben sind auch sehr realistisch. Jörg trägt hier auf dem Foto die Größe XL.

(c) Bild und Textmaterial: Maik Fiebig, Matchangler-Shop

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Feedercup by FTM und Matchangler-Shop 2017

  1. Feedercup by FTM und Matchangler-Shop
  2. Zur Premiere des Feedercups am Erlenhof See in Ransbach-Baumbach zeigte sich der Westerwald einmal wieder von seiner schönsten Seite. Strahlend blauer Himmel, angenehme Temperaturen und eine traumhafte Kulisse schafften die Voraussetzungen für ein tolles Angelevent.

 

Bereits um 05:30 Uhr hatte sich eine Vielzahl der Tandems in der nahegelegenen Fischerhütte verabredet, um bei einem guten Frühstück auf die Mitangler zu warten. Es wurde gefachsimpelt, Erfahrungen ausgetauscht und voller Vorfreude der Veranstaltung entgegen gefiebert.

Nach der Verlosung konnten dann endlich die Teilnehmer ihre Plätze ohne Hektik vorbereiten und den Gewässergrund genau ausloten, bis um Punkt 8:00 Uhr der Startton zu hören war.

 

Bis 14:00 Uhr sollte gefischt werden. Zeit genug, die Angelplätze aufzubauen um Friedfische und Forellen zum Futter zu locken.

Die erste Stunde gestaltete sich komplizierter als von Manchem vermutet. Sitzfleisch, Konzentration und ein kontinuierlicher Futterrhythmus waren gefragt, um die ersten Rotaugen und Rotfedern zu überlisten. Den Brassen schien der Wirbel am Wasser nicht zu gefallen und so verschmähten sie die eigens für sie angelegten Futterteppiche. Erfolgreichsollte schließlich sein, wer stetig probierte und sich neu erfand.

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Angel-Erden, Lehm und Mückentrenner

Die Fibel für Angel-Erden

 

Erden zum Angeln spielen im Bereich des modernen Friedfisch-Angelns eine immer zunehmende Rolle,
wenn es um defizieles Angeln oder Hegeveranstaltungen geht. Doch wozu braucht man Erde im Futter
und wie unterscheidet sich diese von meiner Garten-Erde?

Immer wieder erreichen uns zu diesem Thema Nachfragen per Telefon und Email. Ich möchte daher mal einige
grundsätzliche Anwendungsbeispiele nennen und zeigen, wie and wann man Angel-Erde benutzt. Welchen Anteil
am Futter die Erde haben sollte, warum es hier verschiedene Farben gibt und welche davon überhaupt sinnvoll sind.

Ich möchte hier auch keine Enzyklopedie schreiben, sondern mich auf das Wesentliche und Relevante beschränken.
Dabei möchte ich strukuriert vorgehen und zu erst die schweren Erden vorstellen, bevor ich zu einigen Sonderfällen
komme.
erde_canal_ungesiebt
Wir verwenden beim Hegefischen Angelerde für folgende Anwendungen:

Bindung, Klebkraft und Gewicht des Futters erhöhen
Reduzierung des Nährwertes des Futters in der kalten Jahreszeit

  • Auflösezeit des Futters in strömenden Gewässern.
  • Als Transportmittel zum Gewässergrund für Mückenlarven und Würmer, um die Köder an den Gewässergrund zu "nageln"
    Als Wolkenbildner und Lockwirkung auf Brassen und Plötzen
  • Trockener feinster Lehm zum Trennen von Mückenlarven

 

  • Der Klassiker für schnell fließende Kanäle, Flüsse:

    Schwerer, feuchter, extra starker Lehm:

    Angel-Lehm ist meist sehr fein und sollte möglichst wenig Sande enthalten, um seine höchste Bindekraft zu entfalten.
    Man kann das leicht testen, wie gut der Lehm ist: Wenn man einige Klümpchen mit den Fingern zerreibt, dann sollten
    keine spürbaren Sandkrümel zwischen den Fingern zu spüren sein. Ein tonartige Konsistenz ist anstrebendswert.
    muecken-erde_schwer_web
    Wir haben den Lehm unter mehreren Extrembedingungen an der Elbe bei tiefem Wasser und an der Warta (Polen)

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Brassenfutter Sommer

Immer wieder erreichen mich Anfragen, ob ich nicht ein gutes Brassenrezept verraten könnte, was im See und auch
im Kanal sowie beim Feedern überdurchschnittlich gut funktioniert.

Gerade Petri-Jünger oder Angelfreunde, die im Urlaub an unbekannte Gewässer kommen, fragen nach einem Futter,
was immer erfolgreich und dem man vertrauen kann. Ich möchte euch heute daher eine Schritt für Schritt Anleitung

mit guten Fotos zeigen, wie man ein gutes Futter noch weiter veredeln kann.

 

Doch im Vorfeld noch einige Worte zum Brassenfutter. Die Farbe des Futters sollte möglichst neutral zum
Gewässeruntergrund sein. Wir brauchen daher einen möglichst grau-braunen - eher erdfarbenen - Futterton.
Weiterhin soll das Futter sowohl für den See, als auch in leichter Strömung funktionieren. Im See muss es locker sein
und sich schnell auflösen und im Kanal mit Schifffahrt wird eine höhere Bindung benötigt, damit der Futterballen sich
eben nicht so schnell öffnet.
Das ist ein "Spagat" der sich eigentlich ausschließt. Doch auch dafür gibt eine Lösung. Dazu später mehr.

Das Futter sollte passiv sein, keine aufsteigende Partikel besitzen und einen hohen Nährwert haben, um die hungrigen
Süßmäuler am Angelplatz zu halten. Außerdem soll es unkompliziert in der Beschaffung und nicht so teuer sein.
Uii...nun bekomme ich doch Schweißperlen auf der Stirn.....

Brassenfutter im Sommer

Mein Brassen-Futtertip für den Sommer:

 

1x Mondial-F Super Lunch 2kg

1x Mondial-F Black Bream 1kg

0.3kg kistallinen Zucker aus dem Supermarkt

geschnittene Würmer + Caster erst kurz vorm Füttern hinzufügen

Keine zusätzlichen Lockstoffe verwenden! Das Futter ist so fertig!

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Speed Cups - Pots zum Anfüttern

Diese Speed Cups sind speziell für schwierige Angel-Situationen entwickelt worden.

Der Micro-Pot hat nur 30mm Durchmesser und sehr leicht. Man spürt ihn fast bei Angeln.
Er lässt sich mit einem einfachen Click auf die Spitze montieren.

Sie können schnell auf ein normales Kit geklemmt werden und haben auch eine geringere
Windlast. Darüber hinaus sind diese Cups extrem leicht.

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