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Superlithium - Maver setzt auf High-End Technologie von Reglass

In den aktuellen Maver-Katalogen werden in England und in Italien neue Ruten aus der Reglass Produktion als als derzeitige Non-Plus Ultra beworben, um Angelruten noch steifer und bruchsicherer zu produzieren.
Man bewirbt ein Konzept mit dem Begriff "Superlithium" - erklärt es jedoch nicht! Die Ruten werden nicht billiger, sondern noch viel teuerer. Grund genug der Sache mal auf den Grund zu gehen uns Licht ins Dunkle zu bringen. Im Dezember 2017 bin ich daher zu Maver ins Werk geflogen, um die neuen Modelle mit dem Superlithium-Konzept mal selbst in die Hand zu nehmen und zu bewerten. Der Teamangler Jörg Gellert begleitet mich dabei, damit ich auch noch eine zweite unabhängige Meinung bekomme und Meßfehler vermeide.

Jörg steckt hier die neue Superlithium-Pole zusammen. Was mir beim Anfassen der Rutenteile sofort auffällt ist die höhere Druckfestigkeit des Carbons und ein leichter Grauschimmer im Carbongeflecht. Die neue Maver Superlithium ist im Handteil und auch bei den Kits dünner als alle jemals produzierten Vorjahresmodelle. Der Anschlag kommt extrem schnell durch und im unmittelbarem Vergleich zu den Modelle ohne Superlithium beruhigt sich das geringfügige Nachschwingen deutlicher scheller, als bei allen Ruten, die ich jemals getestet habe...und das will was heißen! Jeder, der mal diese Traumstöcke in die Hand nehmen darf, wird neidvoll eingestehen müssen, dass es nicht reicht, über das bessere Eigengewicht unmittelbar auf eine steifere Rute schließen zu können. Jeder weiß, dass wenn eine 13m Rute über 1100 Gramm wiegt, man mit hefitigem Nachschwingen der Rutenteile im Bereich der Teile 1-6 rechnen muss. Dies gilt jedoch NICHT für Ruten, bei den Lithiumstaub ins Rutenharz (Resin) untergemischt wurde.
Diese Erkenntniss war auch neu für mich. Maver druckt die Reglass-Patente gleich mit auf die Rutenteile drauf. Neu ist dieses unscheinbare grüne Si-Logo, was diesen gewalten Unterschied bringt. Andere Hersteller drucken voller Stolz TORAYCA als Carbon-Lieferanten auf ihre Ruten, damit überhaupt was drauf steht. Reglass verarbeitet genau dasselbe Carbon, erwähnt es jedoch nicht mal als Mehrwert.

Auf die technischen Details gehe ich mal in einem anderen Beitrag ein, weil ich hier das Konzept Super-Lithium vorstellen und nicht die Ruten bewerten möchte. In 2015 war ich das erste mal in der Reglass-Produktion und durfte nicht über die Neuerscheinungen und woran man gerade forscht schreiben (siehe hier: Reglass - Von der Carbonfaser zur Kopfrute

Auch dieses Jahr hatte ich das seltene Privileg einige unverfängliche Bilder innerhalb der Produktionsstätte von Reglass schießen zu dürfen.
Ebenso hatte ich gegenüber der Produktion/Maver Wünsche geäußert, das man Team-Anglern die Option einräumen sollte sich sein Handteil personalisieren zu können. Sprich gleich ab Werk z.B. mit dem Team-Namen oder dem eigenem Namen versehen zu lassen und das bitte als zusätzliches 13m Handteil, damit man später beim Weiterverkauf ein unbenutztes und neutrales 13m Handteil weitergeben kann. Ebenso hatte ich für die Absteckbereiche auf der Kitebene (Übergang Teil 3 zu 4 und 4 zu 5) eine leicht gummierte Oberfläche gefordert, damit man beim Abstecken mit nassen Händen mehr Grip hat. Während ich bei anderen Herstellern mit meinen Ideen abgewimmelt wurde (...das braucht kein Mensch, das erhöht das Gewicht der Kits, das ist negativ für Balance, wird zu teuer...), stieß ich hier auf offene Ohren. Die Gummierung bringt ca 1 Gramm an Zusatzgewicht pro Rutenteil, sagt mir der Technik-Ingenieur Alessandro Barigelli von Reglass. Jetzt habe ich endlich mal Fakten zu diesem Thema in der Hand und schaue in die Zukunft, ob das so produziert wird und ob das von den anspruchsvollen Stipp-Anglern auch angenommen wird.

Der Firmeninhaber von Maver (Massimo Pirazzini) zeigt mir hier die Mandrills, auf den später die Carbonmatten gewickelt werden. Im Bereich der Carbonfaserproduktion durfte ich mir den Produktionsprozess mit dem Superlithium ansehen. Das Fotos nicht erlaubt waren, versteht sich von selbst. Ich werde hier auch keine Firmengeheimnisse wieder geben, sondern lediglich über den Mehrwert der neuen Techologie etwas populärwissenschaftlich berichten. Als Dipl. Ing. verstehe ich sehr wohl was vom Periodensystem der Elemente und von Gittermodellen. Dieses Wissen benötigt jedoch der normale Angler nicht. Ihm möchte ich jedoch die Möglichkeit geben, sich zum Thema Kopfruten zu informieren, weil das kaum ein normaler Fachhändler noch leisten kann. Das Vertrauen in eine Marke und dem Serice nach Kauf, werden zunehmend zu Kaufentscheidungen. Nicht der billigste Händler gewinnt das Rennen, sondern derjenige, der die Investition des Angelrs am Besten schützt.

maver superlithiumWie hat es nun Reglass geschafft die Teleruten, Bolos und Kopfruten noch steifer und bruchfester zu produzieren? In das Harzgemisch (Resin-Nanolith) wird nun feinster Lithiumstaub mit untergemischt. Zum Lithium muss man wissen, dass es ein leichtes, silberweißes und weiches Metall ist, der sogar im Öl schwimmt.   Es ist bei Raumtemperatur das leichteste aller festen Elemente (Dichte 0,534 g/cm3). Weiches Metall und steife Kopfruten - wie soll das nun wieder funktionieren?

Das ist jedoch nicht der Trick an der Geschichte, sondern die Art und Weise wie im Backprozess des Carbons im Autoclaven mit der Temperatur gespielt wird, damit sich nach 7-12 Stunden eine molekure Gitterstruktur aufbaut, die die Carbonmatten zusätzlich versteift und bruchfester macht.

Diese kleinen winzigen Kristalle sind nun der Grund dafür, das die Ruten so brettthart sind, weniger Nachschwingen und die Bruchfestigkeit weiter erhöhen.
Reglass kontrolliert seine Carbon-Produktion mit Hilfe von Elektronenmicroskopen. Ein sehr aufwendiger Prozess.
Mit diesem Know-How können die Strukturen der Nanolith Carbon-Veredelung überwacht und optimiert werden.
Das Ganze erinnert mich die sogenannten "tempered glass screens" der Smartfone-Oberflächen. Glas würde bei der geringsten mechanischen oder termischen Impulsbelastung springen. Temperaturbehandeltes Glas spring ja auch nicht, wenn man kochendes Wasser reinkippt. So ähnlich wurde das bestimmt mit den Kristallen des Lithium gemacht.

Auf dem Bild sieht man, das Lithium hellgrau ist. Diesen Grauschleier hatte ich bei einigen Teleruten gesehen und dachte zunächst, dass es billiges Carbon sei.

Dabei ist die Superlithium Competition Mavers beste und leichteste und dünnste Telerute. Diesen Widerspruch musste mir der Maver Chef selbst erkären. Bei den anderen Modellen und Kopfruten mit Black Suncore Oberfäche konnte ich diese graue Carbon nicht wahrnehmen.
Die graue Farbe ist durch die Vermischung des silberweißen Lithiums mit schwarzem Carbon entstanden. Reglass hat das nun ziemlich einfach gelöst. Der Lithiumstaub wurde dunkel eingefärbt, damit die schwarze Suncore-Oberfläche wirklich schwarz bleibt und edel aussieht.

Die Rutenteile der neuen Maver 751 sind schwarz und mit einem Black Suncore Finish versehen. Mir schlug das Herz höher, als ich sah, welche Werte hier auf 6qm stehen. Die Produktion für 2018 ist bereits angelaufen.
Reglass fertigt auch für Milo, Trabucco und einige andere Hersteller. Wer sich in 2018 sich eine neue Kopfrute oder Telerute zulegen möchte und das Superlithium-Logo auf seiner Rute haben möchte, muss kräftig sparen. High-End Techologie gibts nicht zum China-Preis.
Den Belastungstest konnte ich mir nicht verkneifen... Die Maver Match Carp an der gefühlten Belastungsgrenze mit sehr harmonischer Aktion.
Da knackst nichts im Carbon. Die Pole ist ein echtes Arbeitstier für Carpodroms und Brassenangler mit geringem Nachschwingverhalten.
Superlithium Testkurve 800px
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(c) Bild und Textmaterial:
Maik Fiebig - Matchangler-Shop

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Kopfruten pflegen und reinigen

SENSAS PTFE Spray für Kopfruten


Alle Jahre wieder...die Angelsaison geht zu Ende und die Restfeuchtigkeit zwischen den Rutenteilen,

spendiert Pilzen und Flechten ein Nährboden aus Futterresten und Erdresten. Doch wie kann das sein?
Ich selbst hatte nach dem Angeln die Rutenteile mit einem feuchtem Lappen gereinigt
und anschließend trocken verstaut.
schimmel-auf-carbon
kopfrute-duschenMir ist es wichtig, die Kopfrute zu pflegen, damit das Carbonmaterial
lange Zeit in seinem Ursprungszustand bleibt und nicht spröde wird.
Doch trotz aller Rücksicht war ich entsetzt, dass sich Schimmel schon
nach wenigen Wochen bildete. Der Grund war war schnell gefunden.
Ich hatte die Rutenteile am Angelgewässer zwar außen gereinigt,
doch nicht mehr daran gedacht, dass in die Spitze eindringendes
Wasser innen an den Rutenblanks durch die Rute in Richtung Handteil
läuft.  Probiert es selbst mal aus!
Reinigt eure Rute am Wasser, steckt sie zusammen und zieht sie
wieder auseinander. Irgendwo klebt im inneren des Rutenblanks ein
Wassertropfen, der dann auf die Außenhülle des Rutenteils übergeht.


Zu allem Übel transportiere ich sämtliche Kits und Kopfruten mit
Abschlusskappen in verschlossenen Rutenschutzröhren. Biologisch gesehen
ein perfekter Brutkasten. Genau aus diesem Grund, habe ich das Duschen
mit der Frau, gegen meine geliebtenAngelruten ausgetauscht.

Schnell waren die Kopfruten + Kits zerlegt und fanden ihren Weg in die
Dusche. Damit die Rutenteile nicht umfallen oder wegrutschen, habe ich
ein altes Handtuch in die Dusche gelegt. Ich halte das für sehr wichtig.
Vor einigen Jahren hatte meine geliebte Pole jeden Drill am Wasser Stand
gehalten - jedoch das Reinigen in der Dusche nicht überlebt. Zu schnell rutscht
mal ein Rutenteil weg, erzeugt einen Domino-Effekt und man steht sich
selbst im Weg...ja, ja und hinterher ist man immer schlauer.

Deshalb meine Tipps:

  • Duschrand mit alten, am besten dunklen Handtüchern auslegen. Der Carbonstaub, der
    ausgewaschen wird, ist fein wie Druckertoner und hinterlässt mit Sicherheit unschöne
    Flecke in hellen Handtüchern.
  • Nicht zu viele Rutenteile und Kits gleichzeitig in die Dusche stellen.
  • Nehmt zum Reinigen der Ruten einen Peeling-Handschuh mit etwas Shampoo. So einen
    Handschuh hat eure Frau bestimmt irgendwo versteckt. Dieser Handschuh hat eine rauhe,
    netzartige Oberfläche und ist aus meiner Sicht perfekt, um angetrocknete Futter- und
    Schleimreste gefühlvoll zu entfernen. Kauft eurer Frau in der nächsten Woche einen neuen
    Handschuh im Drogerie-Markt (ca. 2EUR), damit sie nicht das Gefühl hat, sich den Dreck
    der Angel ins Gesicht zu reiben!

 

Nach dem Abspülen der Rutenteile mit handwarmen Wasser, diese mit dem Handschuh + Shampoo
einreiben. Es empfiehlt sich auch mit dem Finger mal die Enden der Rutenteile innen etwas
zu reinigen. Gerade dort sitzt viel Abrieb in Form von schwarzem Carbonstaub.
Man sieht es meist sofort am Finger.
Wer jetzt keinen Handschuh auf hat, wird bei dieser Reinigung schnell eine böse Erfahrung machen.
Die Haut eurer Hand ist von dem vielen Wasser womöglich schon aufgeqollen und empfindlich
gegen Schnittverletzungen, die durch abgeschlitterte Carbonecken an den Rutenenden
entstehen können.

 

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Sensas Neuheiten 2018 + Testbericht zu den Kopfruten

Testbericht zu den neuen Sensas Kopfruten 2018


In der Sensas-Zentrale durfte ich diesen Herbst die neuesten Modelle für 2018 schon mal in die Hand
nehmen, testen, bewerten und auch nachwiegen. Von Berlin-Schönefeld gings mit dem Flieger nach Orlean
(Frankreich).
sensas kopfruten testbericht Im Handgepäck hatte ich diesmal vom Laser-Entfernungsmesser bis zum Messschieber alles mit.
Selbst Ersatzbatterien waren im Gepäck. Seit ich regelmäßig auf Werksmessen auftauchen, verschwinden
immer plötzlich die Waagen, Messbänder oder die Batterien der Waage sind leer. Sehr komische Zufälle.
Es letzets Jahr in Birningham (Preston England), war weder die Waage auffindbar, geschweige das Messband.
So musste auch ich dazu lernen, nicht überall willkommen zu sein, wenn ich Produkte bewerte und kontrolliere.
Laserpointer und Messschieber sind fürs Handgepäck möglicherweise als Gefahrengut eingestuft. Je nachdem
wie genau kontrolliert wird laufe auch ich Gefahr, hier rausgefiltert zu werden.
sensas kopfruten / Stecker im test 2018Im Fokus meiner Neugier stand dabei das neue Parallel-Konzept der Serie 4 und was es an bezahlbaren Kopfruten im Preissegment bis 800EUR gibt. Marco Beck und Jean Desque standen mir bei meinen Fragen hilfreich zu Seite. Ebenso interessierten mich die Neuheiten an neuen Kescherstäben, Bolo's, Teleruten und Feederruten. Im unübersichtlichen Rutenwald galt es daher die "Rosinen" zu finden, die für den deutschen Markt am Besten passen und das Familenbuget nicht sprengen. Gesucht habe ich speziell nach 3 Produktgruppen:

* High-End Modelle für Teamangler, um denen ein Kaufenentscheidung abzunehmen, wenn sie nicht zur Stippermesse kommen können.
* Low-Budget Ruten bis 300EUR für Einsteiger, die man später Dank der Kompatibiltät zur Serie 4 und 5 weiter verwenden kann
* bezahlbare Ruten zum Tunken und Barbenfischen 10 bis 11m - sprich einen Prügel für meinen Angelfreund Franz Weigel, der gerne im Rhein auf Barben tunkt, schwere Lutscherposen fischt, keine Rücksicht auf auf das Carbonmaterial nehmen muss und Kopfruten gern an deren maximaler Belastungsgrenze fischt.

Sensas hat als Vollausstatter für die Stipperszene auch einige neue Posen mit Schnurinnenführung im Programm und auch exzellente Wetterbekleidung, die selbt mir passt. Mehr dazu jedoch später mit Bilddetails, die man nicht im Katalog 2018 findet.

Der erste Wermutstropfen vorab. Wer noch seinen 2017-Sensas-Katalog in gedruckter Form hat, kann sich diesen gleich einlaminieren.
Die Stipperfibel für Endkunden wird es ab 2018 NICHT mehr in GEDRUCKTER Form geben. Sensas geht jetzt ins Online-Marketing.
ich persönlich begrüße als Online-Händler diese Entscheidung nicht. Browning/Zebco hatte vor 3-4 Jahren ebenfalls angefangen, die Kataloge nur noch auf DVD rauszu bringen oder Online zu stellen. Vieler meiner Kunden ist das jedoch zu kompliziert und zu zeitraubend.
Schaut euch am Wasser selbst um. Die Bordeaufarbe an Kopfruten und Anglern vermischt zu nehmend mit noch mehr grün und gelb.

Als wir mit dem Messen den neuen Rutenlängen beginnen wollen, war das auf den Boden aufgedruckte Messband wie wegradiert.
Komisch, letztes Jahr hatte man noch deutliche Markierungsmarken im "Showrooom" am Boden angebracht, um schnell und effizient die Rutenlängen vergleichen zu können. Zum Glück hatte ich dieses Jahr den Laserpointer mit... als ob es es geahnt hätte.

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Speed Cups - Pots zum Anfüttern

Diese Speed Cups sind speziell für schwierige Angel-Situationen entwickelt worden.

Der Micro-Pot hat nur 30mm Durchmesser und sehr leicht. Man spürt ihn fast bei Angeln.
Er lässt sich mit einem einfachen Click auf die Spitze montieren.

Sie können schnell auf ein normales Kit geklemmt werden und haben auch eine geringere
Windlast. Darüber hinaus sind diese Cups extrem leicht.

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